So viel kosten die Getränke auf der Wiesn.

2019 kostete die Maß Bier auf dem Oktoberfest je nach Zelt zwischen 10,80€ und 11,80€. Der Bierpreis 2021 wird spätestens im Juni 2021 bekanntgegeben.

Die Entscheidung, wie viel das Bier kostet, trifft übrigens nicht die Stadt München, sondern jeder Wirt selber, weshalb der Preis in jedem Zelt ein anderer sein kann. Seitens der Landeshauptstadt als Veranstalter wurde lediglich bis 1970 ein Einheitspreis bestimmt. Seither prüft sie nurmehr, ob die festgelegten Preise angemessen sind.

Bierpreise 2019

Das günstigste der großen Bierzelte ist zum wiederholten Male das Augustinerzelt. Mit 11,40€ wird dort der Preis für einen Liter Wiesnbier bewertet. Am teuersten ist das Bier 2019 in der Bräurosl, im Hackerzelt, der Käfer Wiesnschänke, dem Löwenbräuzelt, dem Marstall, dem Winzerer Fahndl und dem Schützenzelt. Dort kostet die Maß jeweils 11,80€. Beim mit 7,95€ pro Halber außerordentlich teurem Weißbier im Weinzelt scheint das Ende der Fahnenstange erreicht. Der Preis blieb 2019 auf dem Vorjahresniveau.

Größer ist die Spreizung bei den kleinen Zelten. Während das kühle Gold im Weißbiergarten am Familienplatzl bereits für 11,20€ zu haben ist (beeindruckenderweise zum gleichen Preis wie das Weißbier), muss in der Entenbraterei Poschner mit 60 Cent Aufschlag gerechnet werden. Bemerkenswert ist bei den kleinen Zelten insbesondere der Vergleich zum Vorjahr. Ammer und Schichtl erhöhen ihre Preise nämlich um 70 Cent, was einer Teuerung von ca. 6,5% bedeutet. Beide haben im Vorjahr den Bierpreis nicht erhöht.

Auf der Oidn Wiesn legt das Museumszelt eine bemerkenswerte Nullrunde hin und bietet mit 10,80€ nun das mit Abstand günstigste Bier an.

BierWeißbier
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Getränkepreise 2019

Für viele noch viel ärgerlicher als der Preis, der für einen Liter Bier zu bezahlen ist, sind die Preise für alkoholfreien Getränke. So hält man im Weinzelt beispielsweise einen Liter Wasser doch tatsächlich für wertvoller als eine Maß Bier. Ganze 12€ soll dieses wert sein. Äußerst unsympathisch ist uns auch die Tatsache, dass die Schönheitskönigin für einen Liter Spezi ganze 11,75€ und damit ebenfalls mehr als für Bier verlangte.

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Historische Preisentwicklung

Die jährliche Preissteigerung liegt bis auf wenige Ausnahmen jeweils deutlich über der allgemeinen Inflationsrate. Auffällig ist, dass die Preisspreizung 2018 plötzlich deutlich zunahm. Der Grund hierfür liegt in den geänderten Pachtmodalitäten, die lediglich die großen Festzelte betreffen. Diese legten nämlich die gestiegenen Kosten für die neu eingeführte Umsatzpacht auf ihre Gäste um, während die kleinen Zelte und zumindest das Museumszelt auf der Oidn Wiesn diese Gelegenheit nicht nutzen um ihre Margen zu erhöhen.