Mit dem Sommer kommen auch Fahrgeschäfte in die Stadt.
Groß war der Jammer als im April entschieden wurde, 2020 kein Münchner Oktoberfest zu veranstalten, insbesondere seitens der Schausteller, dir durch die Absage der Volksfestsaison ihren gesamten Jahresumsatz gefährdet sahen. Zur Unterstützung von Schaustellern und Kulturschaffenden wurde deshalb zügig das Konzept des Sommers in der Stadt erarbeitet, das vom 24. Juli bis 4. Oktober Attraktionen an verschiedenen Plätzen in der Stadt vorsieht.
Ursprünglich hätte mit dem Ende der Sommerferien Schluss sein sollen, doch ist München offenbar ein derart vorteilhafter Fleck Erde, dass sich die Stadtverwaltung dazu entschlossen hat, den Sommer einfach bis 4. Oktober zu verlängern.
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Fahrgeschäfte
Besonders freut es uns, dass auch Großfahrgeschäfte Teil des Stadtsommers sind, woran im April, als wir uns bereits ein Schaustellerfest für München aussponnen, viele nicht so recht glauben wollten. Allerdings gestaltete es sich für den Verein der Münchner Schausteller offenbar gar nicht so leicht, Schausteller für das Konzept zu finden. Zu groß ist offenbar die Skepsis, ein bierzeltloses Volksfest könne nicht funktionieren.
Große Fahrgeschäfte befinden sich an folgenden Drei Orten: Auf dem Königsplatz warten das neue Riesenrad der Willenborgs, ein Kettenkarussell und die letztjährige Wiesnneuheit Pirateninsel auf Fahrgäste. Am Coubertinplatz vor dem Olympiastadion stehen ähnlich wie vom Sommerfest bekannt, das gelbe Willenborg-Riesenrad, Rio Rapidos, Jumanji und ein Autoscooter, dazu einige Spiele.
Auf dem als Festivalgelände bezeichnetem Platz südlich des Olympiastadions, auf dem für gewöhnlich das Tollwood stattfindet, befinden sich in schöner Umgebung die letztjährigen Wiesnneuheiten Bayerntower und Heidi – The Coaster. Dazu kommen der Break Dancer von Grünberg-Kaiser, Freestyle, das Lachfreuhaus, ein Autoscooter und eine Schießbude. Hier herrscht zweifellos die volksfestähnlichste Atmosphäre.
Vom 11. September bis 25. Oktober wird zusätzlich das Werksviertel mit mit dem „Trachtival" bespielt. Diese private Initiative bringt die Wilde Maus und den in München erstmals vertretene Freifallturm „Hangover The Tower" (manchmal würde man gerne die Diskussionen mitverfolgen, in denen die Namen von Fahrgeschäften entstehen) an den Ostbahnhof. Der Freifallturm ist vom gleichen Hersteller wie der bekannte Skyfall und bietet ein ähnliches Erlebnis.
Dazu kommen ein Scheibenwischer, einige Standl, ein Biergarten und auch das stationäre Riesenrad Umadum steht freilich weiterhin zur Verfügung. Kurioserweise wird vor diesem auch der offizielle Oktoberfest-Souvenirstand aufgebaut.
Kinderkarussells haben wir nicht gesondert berücksichtigt, weil diese an allen in diesem Artikel genannten Plätzen zu finden sind.
Dulten
Unter dem heurigen Volksfestverzicht haben freilich auch die Auer Dulten zu leiden. Immerhin 40 Marktkaufleute und Schausteller finden deshalb im Sommer in der Stadt Berücksichtigung. Zu finden sind diese nicht nur auf ihrem angestammten Mariahilfplatz, der ungefähr zu einem Drittel bebaut ist, sondern auch dem Orleansplatz und dem Wittelsbacherplatz (wurde nicht verlängert). Drei Standl stehen auch auf dem Weißenburger Platz.
Am Mariahilfplatz findet vom 17. bis 25. Oktober die Kirchweihdult statt. Um dort Abstände einhalten zu können, wird allerdings nur etwa ein Drittel der üblichen Anzahl an Händlern zugelassen.
