Das kann jeder tun, um eine erneute Festplatzschließung zu vermeiden.

2025 kam es zum ungewöhnlichen Fall einer Schließung des Festgeländes wegen partieller Überfüllung. Wir möchten uns in diesem Artikel nicht damit beschäftigen, wie schlecht diese Situation damals gehandhabt wurde, sondern vielmehr damit, wie jeder Einzelne dazu beitragen kann, diese Situation zukünftig zu verhindern.

Menschenmengen sind auf der Wiesn der Normal-, kein Problemfall. An Samstagen kann das anders sein.
Menschenmengen sind auf der Wiesn der Normal-, kein Problemfall. An Samstagen kann das anders sein.

Die Samstage meiden

Wer das Oktoberfest überhaupt nicht kennt, mag den Eindruck haben, er müsse es an einem Samstag besuchen, um das volle Erlebnis zu bekommen. Diese Annahme könnte nicht falscher sein. Wer dabei an die Stimmung in den Zelten denkt, bekommt diese auch an allen anderen Wochentagen. An den Samstagen sind Zelte nicht voller als an Wochentagsabenden, weil sie zur Vermeidung von Überfüllungssituationen vorher geschlossen werden. Das erfahren Sie nicht zuletzt in unserer Bierzeltvorhersage.

Und genau deshalb sind die Samstage vielmehr Garanten dafür, eben nicht das volle Erlebnis zu bekommen, weil man die Festzelte von innen überhaupt nicht zu Gesicht bekommt. Zumindest nicht ab Mittag, wie in unserer Bierzeltvorhersage zu sehen. Wer sich in der Früh um Einlass bemüht und gar einen Platz bekommt, hat immer noch den Nachteil, kein weiteres Zelt auch nur anschauen zu können, weil zur Zeit eines Zeltwechsels alle Türen geschlossen sein werden. Erstbesucher würden also nur einen winzigen Ausschnitt der Wiesn sehen können. Selbst wer einfach nur ein Bier möchte, kann an Samstagen verzweifeln. Im Laufe des Nachmittags ist es an besonders stark besuchten Tagen nämlich durchaus möglich, dass selbst die Biergärten abgeriegelt werden. Und ohne Sitzplatz gibts auch kein Festbier.

Wer dennoch an einem Samstag kommt, ist gut beraten, den U-Bahnhof Theresienwiese zu meiden und stattdessen eine der zahlreichen Alternativen zur Anreise zu nutzen.

Am mittleren Samstag 2025 wurde es so voll, dass auf der Wirtsbudenstraße stellenweise keine Vorwärtsbewegung mehr möglich war.
Am mittleren Samstag 2025 wurde es so voll, dass auf der Wirtsbudenstraße stellenweise keine Vorwärtsbewegung mehr möglich war.

Auf gar keinen Fall vor den Gärten anstellen

Und das führt uns zur Problemsituation vom Vorjahr: An den Samstagen ist der Anteil von auswärtigen Besuchern höher als an allen anderen Tagen. Eigenartigerweise gilt das selbst für besonders weit angereiste, die sich für ihren Ausflug eh Urlaub nehmen und dennoch die Samstage für die richtige Gelegenheit für ihren Erstbesuch halten. Der erste Samstag beispielsweise ist inzwischen analog zum Italienerwochenende der Amerikanersamstag.

Diese Besucher sind in der Regel schlecht informiert – andernfalls hätten sie ja ihre Besuchstage auch anders geplant. Wenn die Biergärten geschlossen werden, stellen sich viele von ihnen vor deren Haupteingängen an und bilden dort eine Menschentraube. Diese Menschentrauben führen, insbesondere dort, wo sich die Eingänge beidseitig gegenüberliegen, also zwischen Löwenbräu- und Paulanerzelt, Bräurosl und Schottenhamel, sowie Augustiner- und Hackerzelt, zu einer Verengung der Wirtsbudenstraße. Und dort, wo diese nur noch ein Drittel so breit ist, verdichtet sich irgendwann die Menschenmasse, die sich dort eigentlich in beide Richtungen bewegen will, so sehr, dass es potenziell gefährlich werden könnte.

Das Anstellen auf der Wirtsbudenstraße ist deshalb unbedingt zu vermeiden. Es ergibt für die einzelnen Durstigen auch schlichtweg keinen Sinn. Die meisten Biergärten haben mehr als einen Eingang von der Wirtsbudenstraße, mehrere auf der Südseite und einen Hintereingang. Der Haupteingang ist immer der erste, der schließt, und der letzte, der wieder öffnet, wenn überhaupt. Schließlich wird dieser schon geschlossen, um den Zufluss zu verringern, ohne vollständig zu schließen.

Wenn also der Haupteingang geschlossen ist, lohnt es sich, die anderen Eingänge zu prüfen. Weil viele das nicht tun, kommt es regelmäßig zu Menschenansammlungen vor den Haupteingängen, selbst wenn 30 Meter weiter der Zugang problemlos möglich wäre. Stellen Sie sich also keinesfalls auf der Wirtsbudenstraße an. Sie werden dort keinen Einlass mehr finden und gefährden gleichzeitig die Sicherheit am Festplatz. Wenn sich alle daran halten, ist eine Situation wie im Vorjahr in Zukunft außerordentlich unwahrscheinlich.

In der Mitte ist der Haupteingang des Hofbräuzelts zu sehen. Davor bilden sich auf der Wirtsbudenstraße an Samstagen manchmal Menschentrauben. Und das, obwohl links davon ein zweiter Eingang ist und weitere auf der Seite und hinter dem Zelt. Auch die Seiteneingänge von Armbrustschützenzelt und Ochsenbraterei sind zu sehen. Das Bild entstand an einem Dienstag.
In der Mitte ist der Haupteingang des Hofbräuzelts zu sehen. Davor bilden sich auf der Wirtsbudenstraße an Samstagen manchmal Menschentrauben. Und das, obwohl links davon ein zweiter Eingang ist und weitere auf der Seite und hinter dem Zelt. Auch die Seiteneingänge von Armbrustschützenzelt und Ochsenbraterei sind zu sehen. Das Bild entstand an einem Dienstag.