Das gibt es in den Wiesnzelten 2026 zu Essen und Trinken.
Hier finden Sie alle Speisekarten der großen Wiesnzelte und darüber hinaus einen Auszug der verbreitetsten Gerichte, damit Sie die Preise vergleichen können.
Informationen über die Angebote zur Mittagswiesn finden Sie auf unserer Sonderseite. Auch für Vegetarier und Veganer haben wir eine eigene Übersichtsseite.
Speisekartenschau 2026: Erstaunlich preisstabil
Der Jahrgang 2026 ist zweifelsohne ungewöhnlich. Die üblichen Preiserhöhungen und ein paar deutliche sind zwar auch zu sehen, doch bestechen heuer die Nullrunden. Teilweise sogar bei Getränken und Hendln, was wirklich eine Seltenheit ist.
2026 lassen sich die Veränderungen der Speisenkarten der großen Zelte in drei Gruppen teilen. Ungewöhnlich viele Zelte haben ihre Essenspreise gar nicht oder zumindest nicht bei den Hauptgerichten verändert – noch nicht einmal beim Hendl. Dazu gehören folgende Zelte: Armbrustschützenzelt, Augustiner-Festhalle, Bräurosl, Löwenbräuzelt, Schottenhamel, Festzelt Tradition, Weinzelt (ausdrücklich nicht beim Wein und den Mittagsangeboten), das Schützenzelt, und die Fischer-Vroni. Bei letzterer gibt es allerdings eine Hyperinflation beim Beilagenblaukraut von 21 % und beim Schützenzelt sind die neu hinzugekommenen bairischen Traditionsgerichte „Beef Ribs“ (37,50 €) und „Rib Eye Steak“ (45 €) gleich unter den teuersten auf der Karte.
Die zweite Gruppe ist geprägt von moderaten Preiserhöhungen, wie beim Hofbräuzelt, und dem Hackerzelt. Normalerweise ist dies die größte Gruppe, die nicht selten nahezu alle Zelte umfasst. Heuer sind sie tatsächlich die Ausnahme. Beim Hackerzelt gibt es allerdings auch einige Ausreißer wie den Kasspatzn (+13%), dem (Schweizer) Wurstsalat (+10,7%, +12,4%) und leider auch die (immer noch günstigen) Schweinswürstl (+7,4%). Das Hofbräuzelt hat mit dem Käseteller (+11,4%) und dem gebackenen Ziegenkäse (+10,1%) auch Ausreißer auf der Karte, die aber mit Sicherheit nicht zum Kernsegment gehören.
Die Ausreißer nach oben...
Die dritte Gruppe ist glücklicherweise ähnlich überschaubar. In dieser gibt es nämlich auch im Kern der Speisenkarte erhebliche Preiserhöhungen. Dazu gehört das Weinzelt, womit man nicht unbedingt rechnet. Das Zelt ist nämlich weiterhin der absolute Preisbrecher unter den Zelten mit unreservierten Plätzen. Schweinsbraten (19,80 €), Kasspatzn (13,80 €) oder Schweinswürstl(11,30 €) bekommt man woanders für deutlich mehr Geld.
Ebenfalls in diese Gruppe gehört die Boandlkramerei auf der Oidn Wiesn. Pommes als Beilage wurden um ein Drittel verteuert (8 €), Rahmschwammerl um 21,7 % (23 €), Kasspatzn um 15,6 % (23 €, fast 10 € mehr als beim Nachbarn). Weiterhin mehr als 10 % teurer wurden die Schweinshaxn (+13,5 %, 26 €), die halbe Ente (+12,5 %, 37 €), der Kaiserschmarrn (+10,6 %, 22 €) und der Steckerlfisch (Makrele, +10,2 %, 5,40 €/100 g).
Ebenfalls deutlich zugelegt im Kern der Speisenkarte hat bei einigen Gerichten der Marstall. Über zehn Prozent beträgt die Teuerung bei Trüffelnudeln (+14 %, 32,50 €), Rindertartar (+13,5 %, 33,50 €), Lachsfilet (+12,3 %, 36,50 €) und beim Obatzten (+12,9 %, 17,50 €).
...und nach unten
Die vierte Gruppe ist die der Sonderlinge. Die Schützenlisl und das Winzerer Fähndl haben schließlich neue Wirte bekommen. Bei der Schützenlisl ist es sicherlich bemerkenswert, dass der vergleichsweise günstige Bierpreis trotz Brauereiwechsels gleich bleibt. Ansonsten beschränken sich die direkt vergleichbaren Preisveränderungen auf die Ränder der Speisenkarte. So wurden einige Beilagen deutlich teurer (Spätzle +21,5 %), das Bio-Hendl dafür günstiger (-2,9 %, 19,90 €). Deutlich günstiger wurden sogar der Kaiserschmarrn (-24,8 %, 14,90 €), der Obatzte (-14,9 %, 14,90 €) und das saure Lünger (-9,2 %, 19,80 €).
Sehr interessant sind die Veränderungen im Paulaner Festzelt (Winzerer Fähndl). Preislich hat dem Zelt der Wirtewechsel sehr gut getan. Deutlich günstiger wurden (Schweizer) Wurstsalat (-10,1 %, 17,90 €; -13,5 %, 15,40 €) und Schweinsbraten (-11,7 %, 24,80 €). Auch das Hendl wurde wieder deutlich erschwinglicher (-18,8 %, 19,90 €). Damit ist es jedoch immer noch das mit Abstand teuerste, das ohne Beilage verkauft wird. Für den gleichen Preis bekommt man in der Schützenlisl ein Bio-Hendl. Weiterhin wurde das obere Preissegment schlichtweg gestrichen. War letztes Jahr noch das Viertel Ente mit 40,90 € das teuerste Gericht, ist es jetzt das Boeuf à la Mode mit 29,90 €.
Und dann ist da noch die Ochsenbraterei, die ganz Erstaunliches vollbringt: Während der Großteil der Karte nicht verändert wurde, sind mit dem Schweinsbraten (-2,3%, 25,60 €), der Haxn (-12,5 %, 23,80 €) und der Ochsenhochrippe (-11 %, 38,90 €) tatsächlich drei Gerichte aus dem Kernangebot günstiger geworden; das Ochsenfilet allerdings deutlich teurer (8,8 %, 54,20 €).
Beruhigen dürfen wir übrigens bei der Käfer Wiesnschänke: Der Tarif der erst nach 22 Uhr erhältlichen Leberkassemmel bleibt stabil bei 9,50 €.
