Das ehemalige Zelt des Pschorrbräus war einst das Größte auf der Wiesn.

Seinen Namen hat das Brauereizelt des ehemaligen Pschorrbräus von einer sagenumwobenen Brauereitochter, die der Legende nach ihre allabendliche Maß Bier hoch zu Ross auf dem Hof der Brauerei zu sich genommen haben und dabei die Braugesellen beeindruckt haben soll. Daher rührt auch das Motiv des Gemäldes, das über dem Eingang des Zeltes prunkt.

Die Speisenkarte ist vielfältig, gehört nach deutlichen, jährlichen Preiserhöhrungen zu den teureren unter den großen Zelten. Es gibt einen täglich wechselnden Mittagstisch.

Als die Bräurosl 1901 ihre Wiesnprämiere feierte, wurde sie als erstes Bierzelt komplett elektrisch beleuchtet. Beeindruckend war auch dessen Nachfolger von 1913, das mit 12000 Sitzplätzen größte Bierzelt, das jemals seinen Weg auf die Wiesn fand. Das aktuelle Zelt, das seit 1936 von der Familie Heide bewirtet wird, wurde 2004 von Grund auf neu errichtet und 2011 nochmals angepasst, vorrangig durch die Verglasung der Fassade und die Bier-Ringleitung, beides bereits im Vorher beim Konzernschwesternzelt Winzerer Fähndl (Paulaner Festzelt) erprobt.

Neubau 2020

Besonders alt werden die Zelte der Paulanergruppe nicht. Gerade einmal 15 Oktoberfeste durfte des letzte Bräuroslzelt erleben, bevor es 2020 bereits durch einen Neubau ersetzt wird. Nachdem alle Neubauten der Zeltbaufirma Pletschacher in den letzten Jahren eine Rundumgalerie bekamen, scheint eine solche auch für die neue Bräurosl wahrscheinlich. Nachdem die derzeitige Gestaltung des Innenraums aus 2004 stammt und zu den beliebigsten auf der Wiesn gehört, scheint eine erneute radikale Umgestaltung ebenfalls nicht ausgeschlossen.

Musik und Stimmung

Gewöhnungsbedürftig sind für so manch einen die Klänge der südtiroler Kapelle, die am Nachmittag erklingen, wenn das Zelt noch spärlich gefüllt ist. Diese spielt nämlich keine traditionelle Blasmusik, sondern setzt gerne auf volkstümliche Klänge und verfügt über eine bemerkenswert kräftige Beschallungsanlage. Eine weitere akustische Besonderheit ist die hauseigene Jodlerin, Carolin Weidner, die von Montag bis Freitag um halb vier und um halb sechs, am Wochenende um halb zwei und halb vier als jodelnde Bräurosl auftritt.

Die Tatsache, dass hier auch am Nachmittag schon gerne eigentlich untersagte „aufheizende Musik“ angestimmt wird, sorgt für einige Beliebtheit bei den Münchner Schülern und anderem jungen Feiervolk.

Reservierungen 2020

Anfragen für Reservierungen werden für die Bräurosl seit Januar via E-Mail angenommen. Um eine Reservierungsanfrage zu senden, ist das Ausfüllen des Reservierungsformulars notwendig, bzw. eine formlose Anfrage auf Firmenbriefpapier. Abendreservierungen sieht das Formular grundsätzlich nicht vor. Ein Münchner-Kontingent wird nicht angeboten.