Der Wiesnpreisindex (WPI) misst die jährliche Preissteigerung auf der Wiesn anhand eines Warenkorbes

Bereits seit 2013 erstellen wir jedes Jahr den Wiesnpreisindex (WPI), um die Preisentwicklung eines exemplarischen Wiesnbesuchs zu veranschaulichen. Dafür errechnen wir die Kosten eines Warenkorbs, der an einen Wiesnbummel einer vierköpfigen Familie angelehnt ist. Deshalb fließen bei uns auch die Preise von Standln und Fahrgeschäften in die Erhebung ein.

Zusammensetzung des WPI

Der Warenkorb des WPI besteht aus zwei Maß Bier, zwei Spezi, zwei Hendln und einer Schweinshaxn, was alles in einem großen Zelt verzehrt wird. Auf der Schaustellerstraße gibt es anschließend vier Getränke, 100 Gramm gebrannte Mandeln, einen Schokoerdbeerspieß und eine kleine Portion Zuckerwatte. Dass diese auf der Schaustellerstraße gekauft werden ist deshalb erwähnenswert, da die Preise in der Nähe der Bierzelte tendenziell eher höher sind.

Weil es auf der Wiesn erst dann richtig lustig wird, wenn sich alles dreht, kommen je eine Erwachsenen- und eine Kinderkarte für die Wilde Maus und die Münchner Zugspitzbahn in unseren Warenkorb. Außerdem drei Fahrten Kinderkarussell sowie zwei Erwachsenen- und zwei Kinderkarten für das Riesenrad sowie das Teufelsrad. Dazu kommt noch eine Fahrt für einen Erwachsenen im Olympialooping.

Preisentwicklung 2019

Unser fiktiver Wiesnbummel belastet die Familienkasse 2019 mit 173,60€ und ist damit 2,61% teuer als noch im Vorjahr. Die Teuerung liegt damit im erwartbaren Rahmen.

Die Preise in den großen Zelten

Der Medianpreis für unseren Zeltbesuch liegt 2019 bei 78,30€ und damit 2,49% über dem Vorjahr. Auch diese Preiserhöhung ist für die Wiesn unspektakulär. Am günstigsten ist heuer zum zweiten Mal in Folge mit 74,80€ das Augustinerzelt, welches seit Jahren seine Preise nahezu gleich behält – allerdings mit Ausnahme des Biers und des halben Hendls, welche einen erheblichen Teil unseres Warenkorbs ausmachen.

Die geringste Teuerung des Warenkorbs ist im Hofbräuzelt mit 1,34% zu beobachten. Am saftigsten erhöhte die Fischer-Vroni ihre Preise mit 4,58%. Dort hat man zusammen mit dem Winzerer Fahndl auch mit 79,90€ den teuersten Warenkorb unter den „normalen“ großen Zelten.

Insgesamt ist das teuerste Zelt wie gewohnt mit großem Abstand das Weinzelt. Ganze 108,40€ halten die Kufflers für unseren Warenkorb für angemessen und liegen damit jenseits von Gut und Böse. Apropos jenseits von Gut und Böse: Der Marstall sowie die Käfer Wiesnschänke nehmen an unserer Erhebung nicht teil, weil es dort unsere eigentlich recht konservative Speisenauswahl gar nicht gibt. Diese drei Zelte dürften jedoch allein schon wegen der Einlasspolitik für die wenigsten Wiesnbesucher relevant sein.

Wir möchten allerdings darauf hinweisen, dass die beschränkte Speisenauswahl das Preisgefüge der einzelnen Zelte nicht darstellen kann. Da die Preise überhaupt oft nicht zueinanderpassen, haben wir außerdem noch eine Betrachtung aller Speisenkarten der Wiesnzelte erstellt.

Schausteller und Fahrpreise

Die Preise für alkoholfreie Getränke, Mandeln, Schokoerdbeeren und Zuckerwatte haben sich dem Vorjahr gegenüber nicht geändert. Lediglich unsere Fahrgeschäftauswahl wurde etwas teurer. Die Wilde Maus kostet für Kinder nun 4,50€, das Teufelsrad für Erwachsene 5€. Damit wurden die Fahrten unserer Beispielfamilie insgesamt um 3,62% teurer. Die Preise der Fahrgeschäfte auf dem Oktoberfest finden Sie übrigens auch auf unserer Sonderseite.

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