Im Münchner Stadtmuseum hat uns der neue Wiesnchef Clemens Baumgärtner schon einmal auf die Neuheiten der Wiesn 2019 eingestimmt.

Der im Dezember zum Amt des Wirtschaftsreferents gekommene Clemens Baumgärtner führte am 30. Juli 2019 seine erste Wiesnpressekonferenz durch. Der neue Wiesnchef möchte heuer vor allem die Oide Wiesn in den Mittelpunkt stellen, weil 2020 wieder das Zentrallandwirtschaftsfest auf dem Südteil der Theresienwiese stattfindet. „Nutzt es aus, nächstes Jahr ist Pause“, riet er den Anwesenden.

Sicherheit

Das Sicherheitskonzept wurde laut Baumgärtner „fortgeschrieben und den aktuellen Anforderungen angepasst“. Neuerungen hatte er jedoch nicht zu vermelden. Am Taschenverbot wird weiterhin festgehalten. Er stellte jedoch klar, dass der Betrieb von Elektrorollern im mittleren Sperrring, also dort wo auch keine Autos mehr fahren dürfen, untersagt ist.

Neue Fahrgeschäfte und Standl

Aus 1067 Bewerbern wurde heuer 551 Beschickern die Ehre einer Wiesnzulassung zuteil, 167 davon gehören in den Bereich Schaustellungen.

Mit dem Family-Coaster und Heidi the Coaster ziehen heuer zwei gänzlich neue Achterbahen auf das Oktobefest. Ergänzt werden diese durch den bereits älteren, aber ebenfalls wiesnunerfahrenen Spinning Coaster. Hinzu kommt mit Dr. Archibald eine Virtual-Reality-Bahn und mit der Münchner Skiparty ein neues Laufgeschäft. Hinter dem Bayerntower verbrigt sich eine Doublette des Jules-Verne-Towers. Bestätigt wurde auf der Pressekonferenz der Ersatz für die Wildwasserbahn von Meyer & Steiger. Diese wurde nämlich zwischenzeitlich verkauft und wid deshalb auf der Wiesn durch Poseidon ersetzt. Mehr zu den neuen Fahrgeschäften, finden Sie weiterhin auf unserer Sonderseite zu den Wiesnneuheiten 2019.

Zusätzlich zu den von uns bereits veröffentlichten Neuheiten erwartet die Wiesnbesucher ein neues Fotostudio namens „Be Marilyn“. Der Name bezieht sich auf das bekannte Foto von Marilyn Monroe mit aufgewirbeltem Kleid, das für den Film „Das verflixte 7. Jahr“ angefertigt wurde. Das Fotostudio hat nämlich einen ähnlichen Effekt eingebaut, den interessierte für ihre Fotos nutzen können.

Neuheiten auf der Oidn Wiesn

Die Oide Wiesn hat wie gewohnt ebenfalls einige Neuheiten zu bieten. So erhält das Museumszelt in Anlehnung an den Praterwirt Anton Gruber, dem 1818 als erstem Schausteller der Betrieb von Volksbelustigungen auf der Wiesn erlaubt wurde, eine nach historischem Vorbild entworfene Kegelbahn. Für Kinder erfolgt die Belustigung kostenlos, Erwachsene zahlen 2,50€ pro drei Versuche. Wer die Bahn für eine halbe Stunde mieten möchte, kann dies unter 0171 540 45 36 tun.

Außerdem wird im Museumszelt ein großes Volksfestdiorama des Schaustellers Franz Lambrecht (1923- 1984) im Maßstab 1:10 ausgestellt. Neu hinzu kommt auch die Bonbon-Manufaktur, ein Verkaufswagen aus dem Jahr 1938.

Das Festzelt Tradition hat sich auf die Fahnen geschrieben, die Tradition des Maurermontags wiederzubeleben. Wer am zweiten Wiesnmontag in Handwerkerarbeitskleidung erscheint, bekommt zwei Weißwürste und eine kleine Brezn geschenkt.

Bereits im Vorjahr bot das Armbrustschützenzelt erstmals sogenannte Schafkopfreservierungen an, die auch heuer wieder von Montag bis Mittwoch von 10 bis 16 Uhr verfügbar sind. 2019 legt man nach und veranstaltet am 3. Oktober von 10:15 bis 16 Uhr sogar eine Schafkopfrennen. Die Anmeldung für die lediglich 160 Plätze soll ab August unter schafkopfschule.de möglich sein. Als Hauptreis winkt ein Platz auf dem Wagen des Armbrustschützenzelts beim Wiesneinzug 2020.

Baustellenführungen

Es gibt wieder Baustelleführungen! Die erste findet bereits am 2. August statt. Weitere Termine sind an den Freitagen bis 30. August um 15 Uhr und an den Samstagen von 3. Bis 31. August jeweils um 10 Uhr. Anmeldungen sind zwingend erforderlich unter tourismus.guides@muenchen.de oder von Montag bis Freitag unter 089 223 -30 204 oder -30237. Die Teilnahme kostet für Erwachsene 13€, von 12 bis 18 Jahren 9€.

Alipay

Das 2017 auf der Wiesn eingeführte Zahlungssystem Meinfest integriert heuer Alipay als Zahlungsmittel. Es nehmen allerdings lediglich 50 Betriebe und die Hendlbratereien Ammer und Stiftl an diesem System teil.

Eine Bemerkung am Rande: Baumgärtner, der - zugegebenermaßen nicht ganz zu unrecht - die Wiesn als lediglich einen Teilbereich seiner Aufgaben im Witschaftsreferat sieht, ließ die Fragen der Presse von Hand Spindler, dem Leiter des Fachbereichs Veranstaltungen beantworten. Vielleicht sollte man sich bei der Stadt schön langsam wirklich Gedanken über eine Umstrukturierung der Wiesnleitung machen.

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