Das Oktoberfest 2020 fällt aus. Das 187. Münchner Oktoberfest beginnt am 18.09.2021.

Wahrscheinlich schon, nur einige Beschränkungen wird es vermutlich schon noch geben.

Ist es eine gute Idee, 2020 nach München zu reisen? Im Februar wäre die Antwort auf diese Frage noch ein leicht verwirrtes, „freilich, wieso nicht?“ gewesen. Viel hat sich seitdem geändert und somit hat sich die Antwort in Richtung eines „kommt darauf an“ entwickelt. Deshalb wollen wir in diesem Artikel alle Maßnahmen sammeln, die wegen der SARS-CoV-2-Pandemie in Bayern in Kraft getreten sind und die lieber noch aufgehoben werden sollten, bevor München wieder richtig Freude macht. Der Artikel wird fortlaufend aktualisiert.

Einreise aus dem Ausland

Der Schengenraum ist wieder intakt. Damit darf innerhalb des Schengenraums wieder ohne Kontrolle nach Deutschland eingereist werden. Für Drittstaaten gilt allerdings weiterhin, vorerst bis 30. Juni, eine Reisebeschränkung für alle nicht unbedingt notwendigen Reisen von außerhalb in die EU.

Bereits geöffnet: Biergärten, Schlösser und Hotels

Biergärten im Sinne von Freischankflächen, waren die ersten Gastronomiebetriebe, die sich nicht mehr ausschließlich auf den Verkauf zur Mitnahme beschränken mussten. Inzwischen dürfen Wirtschaften auch ihre Innenräume öffnen.

Sowohl draußen als auch drinnen gilt außerdem, dass sich an einem Tisch Mitglieder von höchstens zwei Hausständen aufhalten dürfen. Zwischen einzelnen Tischen muss ein Mindestabstand von 1,50 Metern eingehalten werden. Außerdem muss jeder Gast, außer am Tisch, eine Mund- und Nasenmaske tragen. Für den besonders stilvollen Biergartenbesuch empfehlen wir übrigens die neuen Wiesndamisch-T-Shirts.

Auch viele Freizeiteinrichtungen sind inzwischen wieder geöffnet. Dazu gehören beispielsweise Freibäder, Bergbahnen, Tier- und Freizeitparks, Schlösser und die Bayerische Seenschifffahrt. Ebenso dürfen Hotels wieder touristische Übernachtungen anbieten und das tun sie zu günstigeren Preisen als gewohnt.

Seit 17. Juni dürfen sich wieder bis zu zehn Personen treffen - damit kann ein Biertisch also wieder vollständig gefüllt werden.

Seit 19. Juni gibt es keine Pandemie-Sperrstunde mehr. Der bayerische Verwaltungsgerichtshof sieht die bisherige Beschränkung der Öffnungszeiten von Wirtschaften auf 22 Uhr als unverhältnismäßig an. Somit ist diese ab sofort nicht mehr einzuhalten.

Ab 22. Juni sind kleine Veranstaltungen, Innen mit bis zu 50, im Freien mit bis zu 100 Personen, wieder erlaubt.

Noch geschlossen: Clubs und Schanklokale

Während Nachtclubs und Schanklokalen bisher jegliche Öffnungsperspektive fehlt, tut sich zumindest in manchen Kulturbereichen ein Licht am Ende des Tunnels auf. Seit Mitte Juni dürfen beispielsweise Theater oder Kinos wieder öffnen. Da allerdings die zu erfüllenden Auflagen die Kapazitäten der Häuser stark einschränkt, sind viele Betriebe aus wirtschaftlichen Gründen weiterhin geschlossen.

RAW erstellt Konzept für Schausteller

Der Stadtrat hat das Referat für Arbeit und Wirtschaft beauftragt, ein Hilfskonzept für Schausteller zu erarbeiten. Vielleicht bekommen wir ja doch noch unser verteiltes Schaustellerfest.

Keine Großveranstaltungen bis 31. Oktober

Bis 31. Oktober werden in Bayern weiterhin keine Großveranstaltungen genehmigt. Mit der Verkündigung der Verschiebung des 187. Oktoberfests auf 2021 wurde auch bekanntgegeben, dass im gleichen Zeitraum keinerlei ähnliche Veranstaltungen stattfinden dürfen. Das heißt, während Sie zwar Traditionslokale und Biergärten besuchen können, werden Sie keinerlei Wiesnersatz in Bayern finden.

Fazit: Es könnte sich schon lohnen

Freilich ist es schwer vorherzusagen, ob die bayerische Staatsregierung über den Sommer hinweg weitere Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung aufheben wird. Genauso gut könnte uns eine zweite Welle der Pandemie ereilen und Hotels und Wirtschaften wieder schließen müssen. Momentan sieht es jedoch ganz danach aus, als könnten die meisten Attraktionen in Bayern im Herbst geöffnet und Bayern wenigstens fast so bezaubernd sein wie gewohnt. Die Hotels sind nun jedenfalls deutlich günstiger.