Die städtischen Zulassungen der Wiesnwirte bergen in der Regel keine großen Überraschungen. Mit großer Siegessicherheit nehmen die großen Wiesnzelte teilweise bereits im November, also Monate vor ihrer Zulassung Reservierungen von Neukunden an. Nach dem großen Paukenschlag im vergangenen Jahr, als das seit 1902 bestehende Hippodrom der Neuzulassung Sigfried Ables zum Opfer fiel, der den althergebrachten Betrieb nicht fortführen wollte, gibt es auch heuer wieder einen überraschenden Wirtewechsel und damit voraussichtlich auch wieder das Ende eines Traditionsbetriebs.

Diesmal trifft es die Enten- und Hühnerbraterei Poschner, erstmals 1934 auf der Wiesn vertreten und Teil einer Reihe alter Mittelbetriebe, die es in den vergangenen Jahrzehnten versäumten, sich öffentlichkeitswirksam als Traditionsbetriebe zu positionieren. Während beispielsweise die Hühnerbraterei Ammer den meisten hiesigen Wiesngängern ein Begriff sein dürfte, tun sich selbst Wiesnenthusiasten oft schwer, Poschner, Heinz oder Heimer auseinanderzuhalten. Ersetzt wir der Poschner durch eine Hendlbraterei von Josef Able, dem Bruder von Sigfried Able und bislang schon Betreiber seines Spanferkelstandls vor dem Löwenbräuzelt.

Der Aufstieg der Familie Able zu einer Wirtedynastie scheint damit unaufhörlich weiterzugehen.

Zumindest kleine Neuigkeiten gibt es übrigens auch vom Neubau des Schützenzelts: Wie bereits bekannt soll das Zelte zwar verkleinert werden, gleichzeitig aber mehr Sitzplätze erhalten. Seit gestern ist bekannt, das die Kapazität auf 7000 Plätze erhöht werden soll. Somit ist davon auszugehen, dass das Zelt, wie von uns schon länger erwartet, eine Galerie ähnlich des Hippodroms erhalten wird und damit weiter in dessen Fußstapfen treten dürfte.

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