Abseits der großen Wiesnzelte hat es die Familie Hochreiter ab 1973 geschafft, sich ein eigenes Wiesnimperium aufzubauen. Nachdem 2014 durch den Aufstieg Sigfried Ables die Kalbskuchl frei wird, übernimmt Erich Hochreiter, dessen Brüder bereits die Haxenbraterei und die Bratwurst führen, dessen Platz mit der Kalbsbraterei. Wie es die Hochreiters schon bei ihren anderen beiden Betriebsübernahmen gehandhabt haben, wird auch die Kalbskuchl im Wesentlichen unter neuem Namen weitergeführt. Zelt und Thema ändern sich auch unter dem neuen Wirt nicht. Das Bier allerdings schon: Nicht mehr Spaten sondern Löwenbräu kommt nun zum Ausschank.

Von zwölf bis 17:00 Uhr erklingt im Zelt traditionelle bayerische Wirtshausmusik. Ab 18:30 Uhr folgt „A Gmahde Wiesn“. Mittagsgäste können sich außerdem über ein Mittagsangebot für 11,50€ sowie Weißwürst für 1,70€ freuen.

Bedauerlicherweise werden auch die gastunfreundlichen Reservierungsbedingungen größtenteils von der Kalbskuchl übernommen. Abendreservierungen sind nur mit der zwingenden Abnahme von Menüs möglich, die bereits bei der Reservierungen vorbestellt werden müssen und mit zwischen 48€ und 55€ zu Buche schlagen. Immerhin muss nicht der gesamte Tisch die gleiche Menüfolge akzeptieren und etwaige Restbeträge aus Mittagsreservierungen können auch zu anderen Zeiten nachverzehrt werden. Mit der Möglichkeit, Champagner vorbestellen zu können, scheint man sich als kleiner Hippodromnachfolger etablieren zu wollen.