Seit 2008 wird sie endlich wieder alljährlich auf der Wiesn aufgebaut: Die Alpinabahn. Seit 1983 war sie schon einmal für elf Jahre auf der Wiesn, bis sie 1995 durch den zuletzt unfahrbaren Euro-Star ersetzt worden ist. Bei seiner Premiere wurde die Achterbahn noch großspurig auf ebendiesen Namen getaugt. Nun war die Alpinabahn freilich einige Jahrzehnte zu spät dran, um die erste ihrer Gattung zu sein, doch hatte sie tatsächlich eine wegweisende Neuerung zu bieten. Erstmals verwirklichte Dr. Werner Stengel mit seinem Münchner Büro eine Flugparabel in einer Achterbahn.

Nach dem der Zug nach dem ersten Sturz bei einer Neigung von 49,3° auf knapp 80km/h beschleunigt, überfährt er einen Hügel, der der Flugbahn eines Steinwurfs nachempfunden ist. Dies hat zur Folge, dass der Fahrgast während einer Dauer von zwei Sekunden eine vertikale Beschleunigung unterhalb der normalen Schwerkraft erfährt, bis er sogar völlig schwerelos ist. Über die gesamte Fahrtzeit von 58 Sekunden widerfahren den Fahrgästen vertikale Beschleunigungen zwischen 4,8g und 0g. Entsprechend abwechslungsreich wirkt die Fahrt.

Mit einer Höhe von 27 Metern, einer Länge von 910 Metern und einer Grundfläche von 84,5 x 32 Metern ist die Alpinabahn auch heute noch die zweitgrößte transportable Achterbahn der Welt. Trotz ihres Alters und des häufigen Ab- und Aufbaus überzeugt sie mit wunderbar harmonischen Fahreigenschaften und ist deshalb auch schon bei Kindern im Grundschulalter beliebt.