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Seit den 70ern hat die Münchner Schickeria ihr eigenes Oktoberfest-Domizil. Allen anderen bietet es immerhin den schönsten Biergarten auf der Wiesn.

Seit 1971 sind die Käfers auf der Wiesn, seit 1972 aber nicht mit einem Festzelt, sondern vielmehr einem Festhof. Ungewöhnlich ist das Erscheinungsbild eines alpenländischen Bauernhofs nicht nur von außen. Innen wird auf den klassischen dreischiffigen Aufbau zugunsten von Stallboxen verzichtet, die jeweils einen Tisch mit Eckbank beinhalten. Zudem erstreckt sich das Lokal über zwei Etagen und einen geschmückten Garten, der mehr Plätze als die Hütte fasst.

Während am Nachmittag nur vereinzelt Gäste in den Innenteil finden, ist dieser mangels Reservierungsbeschränkungen allabendlich komplett reserviert. Seit 1995 bewirtet Michael Käfer als Nachfolger seines Vaters Gerd hier die Münchner Schickeria – oder zumindest das, was davon noch übrig ist. Entsprechend hochpreisig ist die Speisenkarte. Obwohl im Käferzelt Bier in Maßkrügen ausgeschenkt wird, gibt es keinen Sammlerkrug zu erstehen, sondern eine Tasse mit Jahresmotiv.

Dem Aufbau entsprechend, herrscht in der Wiesnschänke kein klassischer Bierzeltbetrieb, vielmehr fühlt man sich an eine Skihütte in „Kitz“ erinnert, wie der Käferbesucher sagt. Auch ist der Betrieb nicht als Bierzelt zugelassen, wodurch ihm aus Gründen der Entzerrung der Besucherströme ein Ausschank bis 00:30 gestattet ist.

Generell ist das Preisniveau, wie man es wohl schon allein des Namens wegen auch erwarten kann, sehr hoch. Besonders unrühmlich allerdings ist die Tarifierung der Maß Spezi, die preislich einer Maß Wiesnbier entspricht.