Das mit gerade einmal 90 Plätzen kleinste Wiesnzelt ist bekannt für seine detailreiche Dekoration. Ein Geheimtipp ist der kleine Biergarten.

So klein und doch so bemerkenswert: Gerade einmal 90 Plätze fasst das seit 1990 existierende Zelt der Familie Glöckle. Gerade einmal genug Platz, um alle Feuerwehrleute zu beherbergen, die beim großen Brand von 2002 beteiligt waren, als der Betrieb in der Nacht vollständig abbrannte. Davon haben sich sowohl Wirtsleute längst erholt und v.a. das Zelt selber. Auch der Neubau nämlich ist mit zahlreichen Antiquitäten ausgestattet, die ringsherum an Wänden und Decke zu bestaunen sind.

Kulinarisch decken die Glöckles alles ab, was man von einem gestandenen Wiesnzelt erwarten würde. Besonders erfreulich ist das tägliche Mittagsangebot, in dem sogar ein Weißbier inkludiert ist. Außerdem gibt es am Vormittag Weißwürst für 99 Cent pro Stück. Musik gibt es täglich ab 12 Uhr. Bis 17 Uhr in akustischer, traditioneller Ausprägung, ab 19:00 Uhr spielt Schubiduo.

Aufgrund der Enge ist der Glöckle-Wirt auf einer ganz besonderen Grundlage gebaut: Einem Schwarzbau. Um Platz für eine Lagerstätte zu schaffen, unterkellerte Wirt Hanns-Werner Glöckle ganz einfach sein Zelt. Als 2011 zur Entzerrung der Wirtsbudenstraße das Zelt Zur Bratwurst in Richtung Esperantoplatz zog, war schnell klar, wer den freigewordenen Platz am Schottenhamel übernehmen sollte. Unter der Bratwurst befand sich nämlich der zweite schwarzgebaute Wiesnkeller, der 2000 für das damalige Bratwurstglöckl angelegt wurde. Seit dem Umzug verfügt der Glöckle-Wirt auch über einen kleinen Biergarten.