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Die älteste Hendlbraterei auf der Wiesn ist auch das älteste größte der kleinen Bierzelte. Der etwas versteckte aber schöne Biergarten ist ein Geheimtipp.

Wer beim Ammer auf ein Hendl einkehrt, tut dies möglicherweise nicht nur aus Überzeugung, sondern auch schon seit Generationen. 1885 bekam Joseph Ammer, der Ururgroßvater des heutigen Wirts, Joseph Schmidbauer, seine erste Wiesnzulassung, nachdem andere Bewerber schlicht und einfach vergaßen, ihr Platzgeld rechtzeitig zu hinterlegen. Und somit konnte die lange Geschichte der damals „ersten und größten Hendlbraterei“ beginnen. Während heute auf jeder Wiesn 15000 bis 17000 Hendl verkauft werden, bestand in den Gründungsjahren das Hauptgeschäft noch darin, die von den Besuchern mitgebrachten Hendl gegen eine Gebühr zu grillen.

Das Mitbringen der eigenen Hendl längst aus der Mode, drehen sich seit 2000 zumindest dem Versprechen nach nur noch Bio-Hendl auf den Spießen der Ammer-Braterei. Wer sich dort unwissend zum Essen niederlässt, sollte im Voraus deshalb lieber einen Blick auf die Speisenkarte werden, bezahlt man die Bio-Giggerl doch auch mit ca. 80% Aufpreis im Vergleich zu den konventionellen Hendln anderer Zelte. Auch die Mittagsangebote sind eher hochpreisig. Nach dem Hendlskandal von 2009 kommen die Ammer-Lieferanten erfreulicherweise aus Bayern und nicht mehr aus Nordrheinwestfahlen.

Während der Innenraum wie bei den kleinen Zelten üblich allabendlich ausreserviert ist, bekommt man im schönen Innenhofbiergarten, der 450 durstigen Kehlen einen Platz bietet, oft noch einen Platz, wenn alle anderen Gärten bereits überfüllt sind. Zum Ausschank kommt der Wiesn-Edelstoff der Augustinerbrauerei, selbstverständlich vom Holzfass.Reserviert wird in drei Schichten, am Abend wollen ganze 58€ pro Person verzehrt werden.

Von 11 bis 18:00 Uhr wird beim Ammer traditionelle Wirtshausmusivon verschiedenen Kapellen gespielt. Als Kontrastprogramm dazu spielt ab 19:00 Uhr die Partyband Funkronized, zu späterer Stunde auch mit Lichtshow, ein „Oktoberfestpartyprogramm“.