Das charakteristische Oktoberfestriesenrad hat sich seit 1979 zu einem der bekanntesten Wahrzeichen der Wiesn gemausert. Und das nicht ganz zu unrecht.

Nein, das höchste reisende Riesenrad ist es bei weitem nicht, noch nicht einmal das höchste der Willenborgs, doch in den Augen Vieler ganz einfach das Schönste. Es dürfte auch nicht ganz zufällig das 1979 erstmals aufgebaute und seitdem mehrfach umgestaltete Riesenrad zu den beliebtesten Fotomotiven auf der Wiesn gehören. Bis auf 50 Meter Höhe drehen sich die geschlossenen Gondeln, aus denen man bei entsprechendem Wetter bis zu den Alpen sehen kann. Doch auch oder gerade in der Dunkelheit, wenn die Beobachtung des illuminierten Festplatzes selber die größte Faszination ausübt, bilden sich lange Schlangen vor dem Riesenrad. Gänzlich ohne Wartezeit ist eine Riesenradfahrt nur selten möglich.

Die Geschichte der Riesenräder auf der Wiesn ist untrennbar mit der Familie Willenborg verbunden. Tatsächlich war bis 1960, als das erste Willenborgsche Stahlriesenrad auf der Wiesn Einzug hielt, das Russenrad das größte Geschäft dieser Gattung.