Ein wahrer Koloss ist die größte transportable Achterbahn der Welt. Seit 1989 zieht sie die mutigsten Wiesnbesucher magnetisch an.

Mit dem Olympia-Looping steht auf dem größten Volksfest der Welt standesgemäß auch die größte transportable Achterbahn der Welt. Auf die Premiere der ersten Achterbahn mit Überschlag in Deutschland, 1978 mit Kinzler & Bruchs Loopingstar, folgte ein regelrechter Boom dieser Achterbahnart. Rudolf Barth ging nur ein Jahr darauf mit dem Doppellooping auf die Reise und erhöhte 1984 den Rekord auf drei Überschläge. Zwei Jahr darauf brachte Bruch mit dem Thriller einen wahren Koloss mit vier Überschlägen, der sich bis heute nur noch einmal übertrumpfen lassen musste: Seit 1989 ist Barths Olympia-Looping die größte transportable Achterbahn der Welt und die einzige, die ganze fünf Loopings enthält.

Nach den Plänen von Achterbahn-Papst Dr. Werner Stengel ließ Rudolf Barth nach mehreren Jahren der Planung in Peißenberg das 13 Millionen Mark teure Ungetüm fertigen. 30 Eisenbahnwaggons sind notwendig, um die 1214 Schienenmeter zu transportieren. Auch die Daten der Fahrt sind beeindruckend. Im Sturz von 32,5 Metern Höhe beschleunigt der Zug bei einer maximalen Neigung von 52° auf 80,17 km/h, um schließlich mit einer vertikalen Beschleunigung von 5,2g in den ersten Überschlag einzufahren.

Ziel des stengelschen Entwurfs war trotz der hohen Beschleunigungen, die im ersten Entwurf der Bahn übrigens noch höher ausfielen, ein möglichst harmonisches Fahrgefühl zu ermöglichen. Dies ist ihm auch zweifelsohne gelungen. Mit Ausnahme des ersten Tals schlängelt sich der Zug auch nach all den Jahren auf der Reise noch Butterweich durch den Parcours. Manch einem mag es gar zu harmonisch zugehen. Doch vermutlich gerade deswegen ist der Olympia-Looping seit jeher ein Publikumsmagnet und befördert in fünf Zügen theoretisch bis zu 3360 Passagiere pro Stunde.