Mit starker Beschleunigung begeistert die Schaukel so sehr, dass sich regelmäßig lange Schlangen vor dem Cyber Space bilden – trotz happigen Fahrpreises.

Cyber Space heißt die aktuell höchste Schaukel auf der Wiesn. Schaukelriesen wie das Traumschiff sind bedauerlicherweise längst verkauft und so kommt das Cyber Space mit gerade einmal acht Sitzplätzen auf den ersten Blick doch recht wenig daher im Vergleich mit seinen Ahnen. Der Grund, wieso sich trotz abenteuerlichen Fahrpreises oft lange Schlangen vor dem Geschäft bilden liegt aber nicht nur an der mangelhaften Kapazität. Die Fahrt hat es tatsächlich in sich. Die Schaukelbewegung überzeugt mit ungewöhnlich hohen Beschleunigungen, da das Kontergewicht des Hauptarms recht knapp bemessen ist. Zusätzlich zum Hauptarm kann sich auch die Gondel nach Lösung der Arretierung über Kopf drehen, was für den ein oder anderen Moment der Orientierungslosigkeit sorgen kann.

Doch nicht nur die Gondeldrehung und das geringere Gegengewicht unterscheiden Cyber Space beispielsweise vom Traumboot aus den 80ern. Mit 48 Metern Maximalhöhe ist die Schaukel schlicht und einfach richtig hoch. Und richtig schnell. Entsprechend hoch sind die Beschleunigungen, die auf den Fahrgast wirken. Diese reizen den erlaubten Rahmen nämlich voll aus, was bei einer Überkopfdurchfahrt des Bahnhofs recht unangenehm werden kann.