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Schneller als der TÜV erlaubt war die Fahrt ins Paradies im Originalzustand. Durch die steilen Berge und Täler ist sie aber immer noch sehr rasant.

Dass man auch schon in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts eine rasante Karussellfahrt zu schätzen wusste, erfährt der interessierte Wiesnbesucher bei einer Fahrt ins Paradies. Mit bis zu 40 Stundenkilometern geht es über Berge und durch Täler, deren Gefälle erstaunlich steil sind. Der kleine Radius des Karussells tut sein Übriges und so sorgen laterale und vertikale Beschleunigungen für das Entzücken der Fahrgäste. Dabei ist die aktuelle Geschwindigkeit vom TÜV schon verringert worden und entspricht nicht mehr dem Urzustand.

1939 wurde die Berg- und Talbahn gebaut und viel 1955 dem Zeitgeist zum Opfer. Nach Bayern und damit auch zu seiner Wiesnpremiere kam sie jedoch erst zur Historischen Wiesn 2010. Nach fast 50 Jahren im Lager befand sie sich noch in einem erstaunlich guten Zustand, so dass sie über Jahre hinweg mühevoll restauriert wurde. Ein Glück ist es, dass der TÜV keine nachträgliche Installation von Sicherheitsbügeln vorsah. Lediglich das Mindestalter der Fahrgäste musste auf sechs Jahre festgelegt werden.