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Wiesn-Neuheiten 2019: Das ist neu auf dem Oktoberfest

Frühestens im Mai entscheidet der Münchner Stadtrat über die Zulassungen für das Oktoberfest 2019. Somit handelt es sich bis dahin bei den hier genannten möglichen Wiesnneuheiten 2019 lediglich um Gerüchte.

Endgültige Beerdigung des Namens Winzerer Fahndl

Jedes Mal, wenn die Paulanerbrauerei in München ein prestigeträchtiges Gastronomieobjekt anfasst, wird deutlich, wie sehr sie mit ihrer eigenen Identität als Traditionsbrauerei fremdelt. Mit dem Neubau des Winzerer Fahndls, der ihr Brauereizelt näher an die „Markenwelt“ des Münchner Marktführers heranführen sollte, wurde 2010 auch kurzentschlossen die Bezeichnung „Paulaner-Festzelt“ eingeführt.

Die neue Fassade des Winzerer Fahndls

Der Name der Armbrustschützengilde Winzerer Fahndl, die 1895 mit ihrem neuen Vereinszelt die Ära der Großzelte auf dem Oktoberfest einläutete, war seither nur noch einen Untertitel wert. 2018, mit dem nächsten Umbau des Zeltes, verschwand er dann sogar von der Fassade und wurde 2019 endgültig getilgt.

Die Armbrustschützengilde zog bereits 1926 aus dem großen Winzerer Fahndl in sein kleines Pendant, das nach seiner Übernahme durch Richard Süßmeier 1958 schließlich zum heutigen Armbrustschützenzelt wurde. Dass gerade jetzt dieser geschichtsträchtige Name unverständlicherweise verschwinden soll, stellte die Presseabteilung des Braukonzerns offenbar vor eine Herausforderung.

Diese gab nämlich bekannt, es handle sich bei der Umbenennung nicht um eine Marketingidee, sondern lediglich den Versuch, die Verwechslungsgefahr mit dem Armbrustschützenzelt zu mindern. Sollte es eine solche tatsächlich geben, hat diese Paulaner jedoch erst 2010 geschaffen, indem man damals den großen Winzerer-Fähndl-Schriftzug auf der Fassade durch einen Paulaner-Schriftzug ersetzte. Drei Mal dürfen Sie raten, welches Zelt einen solchen bereits seit den 60ern an der Fassade trägt…

Dass eine andere Münchner Brauerei, die nicht Paulaner heißt, von der autochthonen Bevölkerung geradezu kultisch vergöttert wird, ist angesichts der Eigentore der Konkurrenz schön langsam nicht einmal mehr eine kritische Nachfrage wert.

(Kein) Wirtewechsel im Löwenbräuzelt

Während des vergangenen Oktoberfestes den dienstältesten Wiesnwirt Ludwig Hagn die Nachricht, es seien Unregelmäßigkeiten bei seiner als Stichprobe untersuchten Umsatzpachtanmeldung aufgetaucht. Um die Konzession der Familie nicht zu gefährden, zog er sich daraufhin aus der erneuten Bewerbung um das Löwenbräuzelt zurück, um seiner Tochter, die bislang auch schon in der Konzession stand, das Zepter endgültig zu übergeben. Die Stadtverwaltung sieht darin kein Problem, weshalb die Zulassung aller Voraussicht nach erfolgen wird.

Heidi the Coaster

Die neue Achterbahn der Familie Schneider, die man auf der Wiesn vom Power Tower kennt, war eigentlich schon für das Vorjahr angekündigt. Heuer scheint sie auch tatsächlich gebaut zu werden. Die drehenden Gondeln bewältigen die 430 Meter lange Strecke der Heidibahn in 140 Sekunden. Sie wäre bestimmt eine wertvolle Bereicherung für die Wiesn.

Bavarian King

Viel weiß man nicht über den neuen Bayernkönig. Um ehrlich zu sein gar nichts. Es heißt, die Firma AE Kaiser Freizeittechnologie, die mit dem Cyberspace alljährlich auf der Wiesn steht, bekäme ein neues Fahrgeschäft. Falls dem so ist, stünden die Chancen sicherlich nicht schlecht, auch damit einen Platz auf der Theresienwiese zu bekommen.

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