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Mit dem Marstall gibt es 2014 eine Neuerung, wie es sie nur selten auf der Wiesn gibt. Doch dieser ist nicht die einzige spannende Oktoberfest-Neuheit.

Wenn man von Big Bamboo absieht, welches zwar neu auf der Wiesn, letztendlich aber die Gattung der Laufgeschäfte nicht revolutioniert und von der Kalbsbraterei, die keine großen konzeptionellen Änderungen zur Kalbskuchl erkennen lässt, gibt es heuer zwei große Neuheiten auf der Wiesn: Den Encounter auf der Schaustellerstraße und den Marstall als Hippodrom-Ersatz auf der Wirtsbudenstraße.

Marstall

Am Samstag feiert endlich der neue Marstall seine Premiere. Wir sind gespannt, ob es der neuen Wirtsfamilie gelingt, das Zelt auch am Nachmittag zu beleben. Mit einer traditionellen Tanzlmusi, die allerdings nur bis 14:00 Uhr spielt, schafft man sich hierfür zumindest gute Voraussetzungen. Fraglich ist, ob zwei Stunden musikalisches Traditionsalibi ausreichen, um zur Mittagszeit das Publikum in den Marstall zu bringen, das den Vorgängerbetrieb gemieden hat. Der Andrang im Augustinerzelt, der Ochsenbraterei und den Festzelt Tradition auf der Wiesn zeigt immerhin, dass zumindest der richtige Weg eingeschlagen wird. Ob dieser Weg mit einem mutmaßlichen Prominentenzelt beschreitbar ist, wird sich noch zeigen müssen. Mit Tofupflanzerln wird man in der typischen Mittagszielgruppe vermutlich keine Begeisterungsstürme auslösen.

Encounter

Zum Presserundgang ist er leider noch nicht fertig geworden. Die Lautsprecher wollten die Geräusche noch nicht von der rechten Position ausgeben. Wir sind gespannt, was für ein Erlebnis sich dem Zuschauer letztendlich bietet. Karl Häsler und sein Ton-Ingenieur Christian Wildermuth haben sich jedenfalls großes vorgenommen. Zu Beginn der Konzeption des Geschäfts stand eine Inspirationsreise durch amerikanische Freizeitparks, deren Vergnügungsanlagen teilweise Budgets bis in den neunstelligen Bereich verschlingen. Wildermuth machte es sich zum Ziel, für den Encounter Geräusche zu entwickeln, die der Besucher vorher noch nie gehört hat. Beim Presserundgang nannte er die Transformers-Filme als Beispiel, in welchem genau dies gelang.

Abseits von der Qualität der Attraktion sind wir freilich auch gespannt, ob es damit gelingt, das 82 Zuschauern Platz bietende Auditorium bei acht Euro Eintrittspreis durchgehend zu füllen. Und über allem steht natürlich die Hoffnung, dass Häslers Mannschaft bis zum Samstag auch wirklich mit dem Aufbau fertig wird.

Und worauf sind Sie gespannt?

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