Zumindest ein kleiner (sehr kleiner Teil) der Oidn Wiesn soll auch 2016 stattfinden und in das Zentrallandwirtschaftsfest (ZLF) integriert werden.

Mit dem heutigen Tage ist es amtlich: Die Stadt hat erfolgreich darauf hingewirkt, einen kleinen Teil der Oidn Wiesn während des kommenden Oktoberfestes in das Zentrallandwirtschaftsfest (ZLF) zu integrieren. Einen sehr kleinen Teil. Konkret wird folgendes geschehen: Wirt Toni Winklhofer, der das ZLF-Festzelt schon länger als das Traditionszelt auf der Oidn Wiesn betreibt, wird 2016 das Festzelt Tradition am ZLF aufstellen und mit einem ähnlichen Programm betreiben.

Während des ZLFs, das lediglich während der ersten Wiesnwoche stattfindet, wird das Festzelt-Tradition am Abend auch für Nicht-ZLF-Besucher öffnen, während der zweiten Woche ist dies ganztägig der Fall. Damit das Zelt auch nach Ende der Landwirtschaftsausstellung in der zweiten Wiesnwoche in einem halbwegs repräsentablen Umfeld präsentiert wird, wird vor dem Zelt eine Art Dorfplatz mit Informations- und Verkaufsständen installiert. Bürgermeister Josef Schmid erhofft sich offenbar, diesen Weg in Zukunft noch weiter beschreiten zu können: „Mit dem vorliegenden Konzept bietet der Bayerische Bauernverband den Freunden der Oidn Wiesn eine attraktive Alternative an. Die Öffnung des Festzelts für alle Wiesnbesucher ist das Ergebnis jüngster Gespräche zwischen Stadt und Bauernverband. Es ist eine charmante Idee, die für beide Veranstaltungen schöne Perspektiven eröffnet: Ich würde mich freuen, wenn wir aus diesem Ansatz nach dem ersten Jahr weitere Ideen gewinnen könnten, um vielleicht noch mehr Gemeinsamkeiten zu entdecken und um das Konzept gemeinsam weiter zu entwickeln.“

Weil immer wieder Stimmen laut werden, man solle doch das ZLF zugunsten der Traditionsveranstaltung Oide Wiesn räumlich verlegen, um letztere in jedem Jahr durchführen zu können, weisen wir gerne darauf hin, dass die Oide Wiesn aus der „Historischen Wiesn“ 2010 hervorgegangen ist, während das ZLF bereits seit 1811 während des Oktoberfest stattfindet. Die strikte räumliche Trennung der von ZLF und Oktoberfest manifestierte sich erst nach dem zweiten Weltkrieg. Die Landeshauptstadt weist auch in ihrer Pressemitteilung darauf hin, dass weder eine räumliche noch eine zeitliche Verlegung des ZLF im Hinblick auf diese Tradition eine Option sei.

Entgegen unserer ursprünglichen Meldung wird doch auch für das Bierzelt allein ähnlich der Oidn Wiesn ein Eintrittsgeld erhoben. Dies gilt jedoch erst ab der zweiten Woche. In der ersten Woche, wenn das Zelt erst ab 18 Uhr geöffnet hat, ist der Eintritt frei. Der Reinerlös aus den zwei Euro pro Besucher wird gespendet. Wir hätten es interessant gefunden zu sehen, ob es den Eintrittspreis wirklich zur Publikumsfilterung braucht.

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