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19 Jahre nach der Übernahme des Hippodroms, hält es Sepp Krätz auf einmal für angebracht, sich die Marke Hippodrom zu sichern. Wieso wohl?

Das Hippodrom wurde als Reitbahn von der Schaustellerlegende Carl Gabriel 1902 erstmals auf die Wiesn gebracht. Seine Geschichte verlief in den letzten Jahrzehnten jedoch mehr holprig denn ruhmreich. Nach finanziellen Schwierigkeiten, Fällen von Steuerhinterziehung und Gewaltexzessen, war die Stadt erleichtert, als sich 1995 mit Sepp Krätz ein Wirt fand, der nicht nur bereit war, das Hippodrom zu übernehmen, sondern es auch (größtenteils) aus den Negativschlagzeilen brachte. Seit letztem Jahr allerdings scharrt die versammelte Münchner Wirteschaft mit den Hufen, den auch Krätz scheint inzwischen einem unrühmlichen Abgang geweiht – wegen Steuerhinterziehung versteht sich.

Durchaus interessant scheint in diesem Zusammenhang eine Markeneintragung, die erst vor kurzem erfolgt ist. 19 Jahre nach seiner Übernahme als Hippodromwirt meldete er nun eine Wort-Bild-Marke für das Hippodrom mit der Beschreibung, „Festzelt in goldgelb-rot-blau mit drei Pferden auf dem Zeltdach“ an. Will er damit möglicherweise den Wert des Zeltes, das ihm persönlich gehört, für den drohenden Verkauf erhöhen? Ein Triumvirat bestehend aus den Hippodrombewerbern Karlheinz Reindl (Rubenbauer Schnellimbis), Lorenz Stiftl (Zum Stiftl) und Jürgen Lochbihler (Der Pschorr) versuchen ihrerseits den Wert des Krätzschen Eigentums zu schmälern, indem sie bereits auf Verdacht die Planung eines neuen Zeltes in Auftrag gegeben haben.

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