Man sollte Deutsche einfach nicht zur Wiesn befragen. Die haben sie schließlich noch nie verstanden. Heineken jedenfalls kann sich kein Bayer nicht wünschen.

Der ehemalige Wiesn-Stadtrat Helmut Schmid sagte einmal, wer die Wiesn nicht verstehe, der braucht auch nicht hinzugehen. Das Meinungsforschungsinstitut Emnid hat, wie heute veröffentlicht, 1000 Deutsche befragt, was sie an der Wiesn ändern würden. Das Ergebnis, das hierbei zum Vorschein kommt, muss wohl lauten: Der Deutsche versteht die Wiesn jedenfalls nicht. Und das muss wohl auch gar nicht so sehr überraschen. Wiesnbesucher scheint man bei der Umfrage nur in einer kleinen Minderheit erwischt zu haben, denn die Befragten fordern nicht nur zu 53% einen Wiesn-Kindergarten, zu 37% mehr vegetarisches Essen sondern auch geradezu Unaussprechliches. Ein Drittel der befragten Deutschen – und spätestens jetzt möge sich der geneigte Leser bitte einen Sitzgelegenheit organisieren – fordern internationales Bier auf der Wiesn. Deutlicher könnte sich eine Mentalitätsinkompatibilität zwischen den deutschen Bevölkerungsgruppen wohl nicht manifestieren.

Ein Hoch auf die Heineken-Carlsberg-Wiesn? Warsteiner – und das ordnen wir gerne ebenfalls als internationales Bier ein – übt übrigens anscheinend schon für seinen großen Wiesnauftritt: In den USA wird auch heuer wieder ein Oktoberfestbier verkauft.

Aber jetzt einmal ernsthaft: Was würden Sie denn gerne an der Wiesn ändern?

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