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Grias eich liebe Wiesnfreunde,

Grias eich liebe Wiesnfreunde,

36 Stunden Arbeit, mindestens 500 Brezn und etwa 399 Prosits der Gemütlichkeit später, wird’s Zeit für einen ersten Brezn Bericht aus dem Augustiner Zelt.

Die ersten drei 3 Tage sind super gelaufen. Die dicke Maria und die Erna schieben immer noch ihre Maßen vor sich her und auch die Brezn kosten dieses Jahr wieder 4,60€ – es ist also als ob man nicht weggewesen wär. Für alle Wiesn-Neulinge erst mal die Facts zu unserem Job als Breznmadl.

Wir laufen mit einem Korb um die Schultern durchs Zelt und bringen Euch die Brezn an den Platz. Stundenlohn gibt’s keinen, dafür aber 40 Cent pro verkaufter Brezn. Bei dem Preis von 4,60€ bieten sich 5 € ja regelrecht an, also kommt dann meistens noch ein Trinkgeld dazu. Mein bester Deal dieses Jahr waren bis jetzt 10€ von einer Dame – also kein Busenbonus oder Ähnliches.

„I kauf bloss von am hübschen Madl“ klingt‘s aber dennoch öfter mal durchs Zelt. Der Thomas, dieses Jahr zum 1.Mal als Breznbub dabei, hat heute noch gemeint, er wär grad zum ersten Mal im Leben lieber eine Frau. Wir waren uns dann aber ziemlich schnell sicher, dass alles seine Vor- und Nachteile hat. Denn er muss wenigstens keine schwitzenden, lauten und kuschelbedürftigen Italiener von sich weisen, die der Meinung sind, dass ein „KISS KISS“ genau das ist, was du mit einem Korb um die Schultern voll mit Brezn gerade von Ihnen willst. Das ist nämlich nach „Amore, ai ai ai che belissimaaaaa“ der Lieblingssatz der berüchtigten Wiesngäste. Kann von Euch jemand gut Italienisch und will mir nen Crash Kurs geben? Am Italienerwochenende hab ich deutlich mehr Spaß wenn ich zumindest „4,60€ bitte“ und „Auf der Wiesn gehört sich ein anständiges Trinkgeld“ sagen könnt. Bezahlt wird selbstverständlich in Brezn.

Jetzt pack ich‘s ins Bett, denn morgen heißt‘s wieder „Breeeezn“ und Neue Lage: 14 Tage. Kommt zahlreich ins Augustiner, parkt euren Rollator (Bild) und genießt die Wiesn Zeit!!!